Nebenwirkungen und Erstverschlimmerung
Sehr häufig wird homöopathischen Arzneimitteln nachgesagt, sie könnten keine Nebenwirkungen hervorrufen.
Nimmt ein Patient über lange Zeit jedoch ein Mittel zu hoch dosiert ein, kann er ungewollt eine Arzneimittelprüfung durchmachen. Diese durch das homöopathische Mittel erzeugten
Symptome bewirken etwas im Körper.
Eine größere Gefahr ist, dass akute Symptome nur unterdrückt werden und sich später als chronische Erkrankung zeigen.
Werden in kurzer Zeit zu viele verschiedene Mittel gegeben- dies gilt vor allem auch für die sogenannten
Komplexmittel, kann es ein weiteres Repertorisieren des Patienten unmöglich machen, bis die Wirkungen der Mittel nachgelassen haben oder sie können den Fall so verschleiern, dass eine Besserung
des Zustandes durch eine weitere homöopathische Behandlung immer schwieriger wird.
Eine weitere Nebenwirkung ist die sogenannte Erstverschlimmerung.
Ist diese sehr stark, kann das ein Anzeichen für eine zu hohe Dosierung sein. Bei akuten Krankheiten kann die Erstverschlimmerung ein gutes Zeichen für die richtige Mittelwahl sein, bei chronischen Krankheiten ist sie eher unerwünscht.
Ein erfahrener Therapeut wird immer darauf bedacht sein, die Dosierung individuell so anzupassen, dass
Erstverschlimmerungen vermieden werden.
Homöopathische Arzneimittelgaben sollten in Absprache und Zusammenarbeit mit einem erfahrenen klassisch arbeitenden Homöopathen erfolgen.